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Letzter kameraler Haushalt verabschiedet

Für die Vorstellung und die gut vorbereitete Beratung des Haushaltsentwurfs für das Jahr 2017 gab es von Seiten aller Fraktionen anerkennende Worte für Alexander Holz den Fachbeamten fürs Finanzwesen. Er hat sich deswegen sehr viel Mühe gemacht, erklärte im Detail die wichtigsten Haushaltsansätze und Änderungen gegenüber den Vorjahren. Es ist der letzte kamerale Haushalt - das Zahlenwerk fürs Jahr 2018 wird dann doppisch aufgestellt sein, d.h. nach dem neuen Haushalts- und Rechnungswesen, das sich an kaufmännischen Grundsätzen orientiert. Der Haushalt 2017 fällt einigermaßen passabel aus, zu schaffen macht jedoch zunehmend der Verwaltungshaushalt, sprich der laufende Betrieb. Hier spiegeln sich v.a. die immens gestiegenen Kosten für den Kleinkind-, Kinderbetreuungs- und Ganztagsbetrieb an Kindergärten und Schulen wider. Diese müssen über die Steuereinnahmen finanziert werden, wobei sich hier die mangelnde Steuerkraft der Gemeinde bemerkbar macht, v.a. das der Gemeinde schon traditionell anhaftende Defizit im Bereich des Gewerbesteuersteueraufkommens. Die neue Haushaltssystematik wird - wie in den meisten anderen baden-württembergischen Kommunen auch - aufzeigen, dass sich v.a. die Abschreibungen, die seither zwar auch abgebildet, aber nicht im Haushalt ergebniswirksam angesetzt wurden, kaum zu erwirtschaften sein werden. Diese müssten letztlich über Gebühren, Beiträge und Steuern gegenfinanziert werden.
 
Was den Schuldenstand der Gemeinde anlangt, kann nunmehr auf 10 Jahre Schuldenfreiheit im kameralen Haushalt zurückgeblickt werden. 2008 brachten der damalige Kämmerer, Willy Fritz und Bürgermeister Schölzel den ersten schuldenfreien Haushalt in der Gemeindegeschichte ein. Über zehn Jahr hinweg konnte dies nun – trotz großer Investitionsmaßnahmen und teils sehr schwieriger Haushaltslage, etwa in den Jahren der großen Finanz- und Wirtschaftskrise - gehalten werden. Auch der Schuldenstand in den Zweckverbänden und der Wasserversorgung sind im landesweiten Vergleich als sehr moderat einzustufen. Für die Zukunft ist eine Neuaufnahme von Krediten bei weiterhin großen Investitionsvorhaben nicht ausgeschlossen, was aber bei der niedrigen Zinsphase auch als verantwortbar angesehen wird.